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Selbstverteidigung beginnt nicht erst dann, wenn es zu einem körperlichen Angriff kommt.
Aufmerksamkeit, Körpersprache, klare Grenzen, Distanz und die Fähigkeit, in einer unangenehmen Situation entschieden zu handeln, gehören genauso dazu wie körperliche Techniken.
In der Kampfkunstschule Fichtner vermitteln wir Selbstverteidigung deshalb als Verbindung aus Selbstbehauptung, Wahrnehmung und praktischen Techniken.
Selbstverteidigung bedeutet nicht, auf eine gefährliche Situation zu warten und dann möglichst schnell eine Technik anzuwenden. Ein wichtiger Teil beginnt viel früher: die eigene Wahrnehmung ernst zu nehmen und bewusst zu handeln.
Wenn sich eine Situation unangenehm anfühlt, darf Abstand geschaffen werden. Wenn eine Grenze überschritten wird, darf sie deutlich ausgesprochen werden. Und wenn es notwendig ist, darf die eigene Stimme klar und bestimmt eingesetzt werden.
Im Training geht es deshalb nicht darum, besonders aggressiv oder furchtlos zu werden. Vielmehr lernen Teilnehmerinnen, ihre Möglichkeiten besser einzuschätzen und verschiedene Reaktionen auszuprobieren.
Das kann ein klares „Nein“ sein, eine selbstbewusste Körperhaltung, das Verlassen einer Situation oder – wenn es notwendig wird – eine einfache körperliche Technik.
So kann Selbstverteidigung dazu beitragen, früher Entscheidungen zu treffen und den eigenen Handlungsspielraum bewusst zu nutzen.
Gute Selbstverteidigung besteht aus mehreren Bereichen.
Dazu gehören:
Situationen frühzeitig wahrnehmen
Grenzen deutlich setzen
Stimme bewusst einsetzen
Abstand schaffen
selbstbewusst auftreten
Hilfe holen
Festhaltegriffe lösen
einfache Abwehrtechniken anwenden
eine Möglichkeit zur Flucht nutzen
Das Ziel ist nicht, einen Kampf zu gewinnen.
Das Ziel ist, eine gefährliche Situation möglichst sicher zu beenden.
Nein.
Für den Einstieg sind weder Kampfsporterfahrung noch besondere Fitness notwendig.
Selbstverteidigung sollte nicht darauf beruhen, körperlich stärker als ein möglicher Angreifer zu sein.
Deshalb trainieren wir einfache Prinzipien wie:
Bewegung
Distanz
Timing
klare Reaktionen
gezielten Technikeinsatz
Die Übungen werden an die jeweiligen Voraussetzungen angepasst.
Viele Situationen beginnen lange bevor eine körperliche Auseinandersetzung entsteht.
Deshalb ist es wichtig, eigene Grenzen wahrzunehmen und diese auch deutlich zu zeigen.
Das kann bedeuten:
Nein sagen.
Abstand fordern.
Laut und deutlich sprechen.
Eine Situation verlassen.
Andere Menschen aufmerksam machen.
Selbstbehauptung bedeutet, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln.
Ein selbstbewusstes Auftreten kann eine Situation beeinflussen.
Im Training beschäftigen wir uns deshalb nicht nur mit körperlichen Techniken.
Auch:
Blickkontakt
Körperhaltung
Abstand
Gestik
klare Sprache
eine deutliche Stimme
können eine wichtige Rolle spielen.
Es geht nicht darum, besonders aggressiv aufzutreten.
Es geht darum, klar und entschlossen zu kommunizieren.
Je nach Kurs und Trainingsstand können unterschiedliche Situationen geübt werden.
Dazu gehören beispielsweise:
Befreiung aus Festhaltegriffen
Befreiung aus Umklammerungen
Abwehr einfacher Angriffe
Schlag- und Stoßtechniken
Fußtechniken
Distanz schaffen
Bewegung aus einer ungünstigen Position
kontrollierte Partnerübungen
Die Techniken sollen möglichst einfach verständlich und unter Stress abrufbar sein.
Angst ist eine natürliche Reaktion auf eine wahrgenommene Gefahr.
Selbstverteidigungstraining soll deshalb nicht vermitteln, dass man niemals Angst haben darf.
Viel wichtiger ist zu lernen:
Wie reagiert mein Körper unter Stress?
Wie kann ich trotzdem eine Entscheidung treffen?
Wie schaffe ich Abstand?
Wann hole ich Hilfe?
Welche einfache Handlung kann ich ausführen?
Durch kontrollierte Übungen können solche Situationen vorbereitet werden.
Nicht ganz.
Regelmäßiges Taekwondo- oder Kampfkunsttraining entwickelt Technik, Fitness, Koordination, Distanzgefühl und Selbstkontrolle über einen längeren Zeitraum.
Ein Selbstverteidigungskurs konzentriert sich dagegen gezielt auf bestimmte Situationen und grundlegende Handlungsmöglichkeiten.
Beides kann sich sehr gut ergänzen.
In der Kampfkunstschule Fichtner verbinden wir Erfahrungen aus beiden Bereichen.
Taekwondo bietet unter anderem:
Bewegung
Distanz
Fußtechniken
Handtechniken
Koordination
Jiu-Jitsu ergänzt insbesondere:
Griffbefreiungen
Hebel
Würfe
Kontrolle auf kurzer Distanz
Dadurch können unterschiedliche Situationen trainiert werden.
Das wichtigste Ziel ist nicht, möglichst viele Techniken auswendig zu lernen.
Teilnehmerinnen sollen nach dem Training besser verstehen:
wie sie Grenzen setzen
wie sie Abstand schaffen
wie sie eine Situation einschätzen
welche einfachen Techniken möglich sind
wann Rückzug sinnvoll ist
wann Hilfe geholt werden sollte
Selbstschutz beginnt mit einer guten Entscheidung – nicht mit einer spektakulären Technik.
Unsere Übungen werden kontrolliert und Schritt für Schritt aufgebaut.
Wir verbinden:
Wahrnehmung → Selbstbehauptung → Bewegung → Technik → sicheres Verlassen der Situation
Dabei geht es nicht darum, Angst zu erzeugen.
Vielmehr möchten wir Handlungsmöglichkeiten vermitteln und zeigen, dass man schwierigen Situationen nicht völlig hilflos gegenüberstehen muss.
Brauche ich Kampfsporterfahrung?
Nein. Unsere Selbstverteidigungsangebote sind auch für
Anfängerinnen geeignet.
Muss ich besonders fit sein?
Nein. Die Übungen werden an die jeweiligen körperlichen
Voraussetzungen angepasst.
Wird im Kurs richtig gekämpft?
Nein. Techniken und Situationen werden kontrolliert und unter
Anleitung trainiert.
Kann ich auch regelmäßig Selbstverteidigung trainieren?
Ja. Selbstverteidigung ist Bestandteil unserer
Kampfkunstausbildung und fließt insbesondere in das
Taekwondo-Training ein.
Gibt es spezielle Selbstverteidigungskurse?
Ja. Zusätzliche Kurse und Seminare werden über unsere aktuellen
Veranstaltungen bekannt gegeben.
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